| 22.02.10 |
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| Vancouver 2010 |
Ein Besuch im Olympischen Dorf |
Von Ernst Hasler, Whistler (Can)
Ski-Ass Marco
Büchel reiste nicht am Samstag, sondern erst am Sonntag ab. «Ich hätte sehr
früh, um 3 Uhr morgens, Whistler verlassen müssen, deshalb entschied
ich, am Sonntagabend einen Direktflug nach London zu nehmen»,
begründete Büchel seine Umbuchung. Am Sonntag Vormittag packte er
seine Koffer und ab gings nach Vancouver. Am Freitagabend ist die
Skirennläuferin Marina Nigg in der Olympiastadt eingetroffen.
Der olympische Hochsicherheitstrakt
Ein Besuch im Olympischen Athletendorf von Whistler ist wie üblich ein
zu bewältigendes Labyrinth von Sicherheitschecks; das Dorf gleicht einem
Hochsicherheitstrakt. In einem Welcome Center werden die ersten
Sicherheitschecks vorgenommen. Danach führt eine dreiminütige Busfahrt
Besucher, Sportler oder Funktionäre zum offiziellen Eintritt, wo erneut
eine Kontrolle stattfindet. Angemeldete Besucher müssen dort ihren Pass
abgeben.
In aller Abgeschiedenheit
Das Athletendorf liegt vor Creekside weit abgelegen von weiteren
Häusern in aller Abgeschiedenheit. Die Reihenhäuser werden nach den
Olympischen Spielen in alle Teile Kanadas wandern, da sie zu grössten
Teilen bereits verkauft sind. Liechtensteins Reihenhaus liegt neben den
Eidgenossen und hat eine Garage, die für die Olympischen Spiele zum
Aufenthaltsraum umprovisiert wurde. «Dort im Fernsehraum sitzen wir oft
gemeinsam zusammen und verfolgen Wettkämpfe, die wir nicht besuchen
können», erläuterte Alex Hermann. Die Schlafzimmer sind grosszügig gehalten;
es ist mehr Platz vorhanden, als an früheren Olympischen Villages.
Das Athletendorf in Whistler dient in erster Linie den alpinen
Skirennläufern, Biathleten, Langläufern, Skispringern, Bobfahrern,
Rodlern und Skeletonfahrern als Heimstätte. Der Rest ist im
Athletendorf in Vancouver untergebracht, wo keine Liechtensteiner
logieren, nachdem die Skicrosserin Sarah Schädler verletzungsbedingt
ausgefallen ist.
Wohlwend eingearbeitet
Am Samstag hat Alex Hermann auch seinen Vertreter als Chef de Mission,
Johannes Wohlwend, eingearbeitet. Alex Hermann wird Whistler am 23. Februar verlassen, weil in seinem Amt als
Direktor der Kleinstaaten-Spiele 2011 zu Hause dringende Aufgaben anstehen.
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