| 23.02.10 |
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| Vancouver 2010 |
Viererbob-Bewerb ohne Liechtenstein |
Von Ernst Hasler
Vier Tage bevor am Freitag der Viererbob-Bewerb stattfinden wird,
sprach medizinisch alles gegen eine Teilnahme am Rennen. Liechtensteins
Bobpilot Michael Klingler erlitt beim Sturz im Zweierbobrennen
bekanntlich Prellungen am Knie und Kopf sowie Verspannungen am Nacken
und klagte über Kopfschmerzen (Gehirnerschütterung), die er sich beim
Sturz zuzog, als sein Kopf zwischen die Bahn und den Bob eingeklemmt
war.
«Störung der Hirnnerven» «Klingler hat nach wie vor
Beschwerden. Es gibt Zeichen von Hirnnerven,
die nicht richtig funktionieren. Daraus erfolgt, dass medizinisch kein
Start zu vertreten ist», begründete Olympiaarzt Christian Schlegel.
«Unter den gegebenen Umständen, stellt sich die Frage, wie reagiert er
bei grossen Beschleunigungen. Dann könnten Fehlfunktionen eintreten,
die ihn und seine Mitfahrer gefährden würden», nannte Schlegel einen
weiteren wichtigen Grund. Es sei die Voraussetzung erforderlich, dass
er in Ruhe und unter Belastung beschwerdefrei ist.
«Die Gesundheit geht vor»
«Wir haben uns für die Olympischen Spiele qualifiziert und somit ein
grosses Ziel erreicht. Leider kam es zu diesem fatalen Sturz, doch
letztlich geht die Gesundheit vor, obwohl es Klingler von Stunde zu
Stunde besser geht», erläuterte Srecko Kranz, der auch froh ist, dass das
Zweierbobteam auf den zweiten Lauf verzichtet hatte. «Im Nachhinein war
die Entscheidung richtig. Ich hatte den Verdacht, dass es etwas
Gröberes war, das ist nun erwiesen», so Srecko Kranz.
«Es tut mir für alle leid»
«Die Enttäuschung ist für alle gross. Es tut mir für alle leid. Ich
hoffe, dass meine Kollegen doch einiges von Olympia mitnehmen können.
Sei es, dass sie vom Umfeld und der Erfahrung das Positive mitnehmen,
so hart diese Tatsache auch ist», war Klingler die Enttäuschung anzusehen. |
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